Deutschlands Akademisierung Für alles einen Master, bitte!

Eine Illustration von Studenten und Studentinnen in einem Hörsaal, mit Büchern statt Köpfen.  (imago / Oivind Hovland)

Genau 20.118 Studiengänge gibt es in Deutschland. Dazu rund 2,9 Millionen Studentinnen und Studenten. Leidet unser Land unter einem Akademisierungswahn und fehlender beruflicher Bildung? Oder übersehen wir einfach die Potenziale von Bildungsaufsteigern?

And the winner is... Prix Europa 2019

Logo Prix Europa

Wir stellen das Siegerstück des Prix Europa 2019 in der Kategorie Radio Documentary vor: „A sense of Quietness“ aus England. Das deutsche Hörspiel „Helena“ wurde zum Digital Audio Rising Star gekürt.

In China verschwundene Kunstwerke Einen Lüpertz verleiht man nicht per Handschlag

Der Künstler Markus Lüpertz steht vor einem Modell seiner Skulptur "LEDA". (Roberto Pfeil / picture-alliance / dpa)

300 Millionen Euro sollen die Werke deutscher Künstler wert sein, die in China vermisst werden. Wie können solche Schätze einfach verschwinden? Vieles an dem Fall sei äußerst dubios, sagen Kunstmarktexperten - etwa der angeblich mündliche Leihvertrag.

Kolumbien drei Jahre nach dem Friedensvertrag Kunst, Koka und Konflikt

Eine Taube fliegt über den Plaza de Bolívar in Bogotá, Kolumbien (Mario Tama/Getty Images)

Venezuela, Ecuador, Chile, Bolivien – wer hätte gedacht, dass Kolumbien eines Tages als Hort relativer Stabilität in Südamerika gelten würde. Nach über fünfzig Jahren Krieg war der Friedensvertrag 2016 eine Zäsur. Doch gibt es nun wirklich Frieden?

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Kultur

50 Jahre Apollo-12-Mission Warhols Penis auf dem Mond

Ein Astronaut der Apollo-12-Besatzung hisst die US-amerikanische Flagge auf dem Mond.  (picture-alliance / dpa - Bildarchiv)

Sie waren leider schon die Zweiten, die auf dem Mond landeten – deshalb gerieten die Namen von Pete Conrad und Alan Bean in Vergessenheit. Zu Unrecht: Die Astronauten der Apollo-12-Mission brachten Kunst und Anarchie auf den Mond.

Kunsthandel-Skandal Das große Schweigen um den Fälscher Heinz Mack

Der Zero-Künstler Heinz Mack sitzt am 29.02.2016 in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) vor einem Gemälde.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

1984 brannte das Atelier von Heinz Mack nieder - mit ihm ein Teil seiner privaten Kunstsammlung. Trotzdem hat er versucht, sie im Anschluss zu verkaufen. Offensichtlich hat er selbst beschädigte Werke "repariert". Das tritt nun zutage - und auch, wer davon wusste. Mehr

Ernst-Busch-Schauspielschule Im Bootshaus gab's kein Küsschen

Filmstill aus dem Dokumentarfilm "Bitte nach Mitte" über die Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin. (Filmstill aus dem Dokumentarfilm "Bitte Nach Mitte")

Am Ost-Berliner Industriestandort Oberschöneweide angesiedelt, entwickelte sich die Ernst-Busch-Schauspielschule in der DDR-Zeit zur herausragenden Talentschmiede. Die Kino-Doku "Bitte nach Mitte" beobachtet jetzt den Umzug in die Stadtmitte. Mehr

Politik & Zeitgeschehen

Hebammenmangel Keine Sonntagskinder in Emden

Ein neugeborenes schreiendes Baby wird nach der Geburt von einer Hebamme gewogen. (Getty / Christopher Furlong)

Jede Frau hat Anspruch auf eine Hebamme – so will es das Gesetz. Das nützt aber nichts, wenn es nicht genug Hebammen gibt. In Emden in Ostfriesland blieb deshalb der Kreißsaal vorübergehend am Wochenende geschlossen.

SPD-Vorsitzwahl Kommt mit Olaf Scholz der Neustart?

Berlin: Olaf Scholz (SPD,r), Bundesfinanzminister, unterhält sich auf dem Deutschen Arbeitgebertag 2019 mit Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände, BDA. (Wolfgang Kumm/dpa)

Mit dem Finanzminister Olaf Scholz an der Spitze könnte die SPD "einen wirklichen Neustart" hinlegen, glaubt die Journalistin Margarete van Ackeren. Auch als Kanzlerkandidat könne er die Parteienlandschaft beleben. Mehr

Österreichs Schmalspurbahnen Plötzlich wieder zeitgemäß

Ein Zug der Zillertalbahn in Tirol, Österreich in einem Bahnhof. (Deutschlandradio / Stefan May)

Stau ist Alltag im österreichischen Nahverkehr. Deshalb steigen viele um auf die lokalen Züge, darunter auch sogenannte Schmalspurbahnen. Im Zillertal fahren sie demnächst sogar mit Wasserstoff. Das alte Verkehrsmittel birgt einiges an Potenzial.

Literatur

Abraham Yehoshua über seinen neuen Roman "Es müsste viel mehr Tunnel geben zwischen den Menschen"

Porträt des Autors Abraham Yehoshua. Er steht vor einer Steinwand und Kakteenpflanzen. (imago / Leemage)

Autor Abraham B. Yehoshua ist in Israel als linker Friedensaktivist bekannt. Der Titel des neuen Romans "Der Tunnel" ist symbolträchtig: Yehoshua glaubt nicht mehr an eine Zweistaatenlösung, wohl aber an Wege des Miteinanders zwischen Juden und Palästinensern.

Nachlass-Roman von Peter Kurzeck Schilf, Salzseen und Fischernetze

Das Cover zeigt auf einer türkisen Fläche die zarte Illustration eines Schiffs auf einem See.  (Cover: Schöffling & Co / Collage: Deutschlandradio)

Peter Kurzeck beherrscht die Kunst, Zeitschichten zu verschmelzen und um die immer gleichen Geschichten aus dem Alltag zu kreisen. Aus seinem Nachlass ist nun der siebte Band des Romanzyklus` "Das alte Jahrhundert" erschienen, ein "Sommerbuch".

Neuer Roman von Martin Walser Verführerin mit Heiligenschein

Walser steht im Grünen und blickt in die Kamera. Sein schwarzer Hut ist tief in die Stirn gezogen. (dpa/Felix Kästle)

Wie schon häufiger in der jüngeren Zeit bei Martin Walser geht es im schmalen Band "Mädchenleben" um das Erleben des Religiösen: Eine eigenwillige, umschwärmte, aber bodenständige junge Frau vollbringt Wunder, wird Märtyrerin und dann zur Heiligen.

Musik

Wie das Internet Musikhits beeinflusst Streamingdienste sind der "Gate Keeper 2.0"

Die Rapperin Saweetie bei einem Auftritt in Chicago am 21. Juli 2019. (imago / Daniel DeSlover)

Soziale Medien, vor allem aber die Streamingdienste spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Single-Auskopplungen als Hits zu lancieren. Allerdings ist das Radio immer noch am bedeutendsten für die Hit-Promotion.

50 Jahre Puhdys Das Gesicht der DDR-Kultur im Ausland

Aus einem Regal mit zahlreichen Schallplatten wurde die LP "Heiß wie Schnee" von den Puhdys herausgezogen. Auf dem Cover ist das Porträt einer Frau zu sehen. (Peter Endig / dpa)

Deutsche Musik, die ins Ohr geht: Damit eroberten die Puhdys schon zu DDR-Zeiten auch Herzen westdeutscher Fans. Die ostdeutschen Rocker waren eine staatsnahe und überaus erfolgreiche Band, sagt Götz Hintze, Autor des "Rocklexikon der DDR".

Island Symphonie Orchester in Berlin Luftrealität und Klangwunder

Das Island Symphonie Orchester mit dem Dirigenten Daniel Bjarnason und dem Pianisten Víkingur Ólafsson am 17.11.19 im Berliner Konzerthaus (Markus Werner/Konzerthaus Berlin)

Das Island Symphonie Orchester und Víkingur Ólafsson waren auf Tournee - das Finale fand im Berliner Konzerthaus statt. Dabei spielten sie Daníel Bjarnasons Klavierkonzert "Processions", Anna Þorvaldsdóttirs "Aeriality" und Sibelius' 5. Sinfonie.

Wissenschaft

50 Jahre Apollo-12-Mission Warhols Penis auf dem Mond

Ein Astronaut der Apollo-12-Besatzung hisst die US-amerikanische Flagge auf dem Mond.  (picture-alliance / dpa - Bildarchiv)

Sie waren leider schon die Zweiten, die auf dem Mond landeten – deshalb gerieten die Namen von Pete Conrad und Alan Bean in Vergessenheit. Zu Unrecht: Die Astronauten der Apollo-12-Mission brachten Kunst und Anarchie auf den Mond.  Mehr

Vivien Suchert :"Das vermessene Ich" Wenn die Fitness-App unser Leben bestimmt

Eine ältereFrau macht in einer Wohnung Übungen und schaut dabei auf ein Tablet. (picture alliance/dpa-tmn/Christian Klose)

Die digitale Gesellschaft optimiert sich an den Rand des Wahns. Die Psychologin Vivien Suchert beschreibt in ihrem Buch, wie wir uns inmitten der Messdaten von Fitness-Armbändern, Diät- und Gesundheits-Apps selbst abhanden kommen. Mehr

Soziologe Vivek Chibber Die blinden Flecken des Postkolonialismus

Ein indisches Paar geht an einer Mc Donalds Filiale in Pune vorbei. (AFP/ Punit Paranjpe)

Klischees vom irrationalen Orient zu überwinden, das ist ein Ziel der Postcolonial Studies. In Wahrheit aber bekräftigen sie das Vorurteil, dass West und Ost einander nicht verstehen können, kritisiert der New Yorker Soziologe Vivek Chibber.

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