Besuch in einer Berliner Schneiderwerkstatt Ein Leben mit Nadel, Faden und Krisen

Susanne Zmudzinski mit einem selbstgenähten Mundschutz. Eine Frau mit kurzen grauen Haaren bindet sich einen pinken Mundschutz um. (Thomas Klug)

Mode machen ist ein kreatives Geschäft, aber auch ein krisenanfälliges. Unternehmerin Susanne Zmudzinski kennt sich mit beidem aus. Normalerweise produziert ihre Zwischenmeisterei Mode in kleinen Serien, jetzt werden in ihrer Werkstatt Mundschutze genäht.

3D-Drucker Das Tool der Stunde in der Coronakrise

Ein 3D-Drucker druckt eine Mundschutzmaske in der Kunststoffwerkstatt der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. (picture alliance/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB)

Derzeit arbeitet sich der 3D-Drucker aus dem Nischendasein heraus. Wenn überall Schutzmasken und Filter fehlen, schlägt die große Stunde der Serienproduktion aus dem privaten "Makerspace". Allerdings lauern ein paar rechtliche Hürden.

Kunst in der Quarantäne Chagall und Klimt im Wohnzimmer nachbauen

Screenshot des Instagram Profils von tussenkunstenquarantaine. (Screenshot: Instagram / tussenkunstenquarantaine)

Langeweile in der Coronakrise treibt die Follower der Niederländerin Anneloes Officer auf Instagram zu kreativer Höchstform. Sie stellen Kunstwerke von van Gogh oder Vermeer zu Hause nach - mit Wischtüchern, Klopapier und anderen Accessoires.

Corona in Ungarn Notstand im Schatten der Pandemie

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán spricht in Budapest am 8. April 2018 anlässlich der Parlamentswahl mit Journalisten. (picture alliance/dpa/AP Photo/Darko Vojinovic)

Viktor Orbán hat sich im Zuge der Coronapandemie mit umfassenden Vollmachten ausstatten lassen. Die Opposition kämpft dagegen und für ein richtiges Maß an Einschränkungen. Wie sehr ist jetzt der Rechtsstaat in Ungarn bedroht?

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Kultur

Reihe "Kunst im Augenblick" Kunstwerke als Hilfe in extremen Zeiten

Collage: links eine Geige, in der Mitte ein Bücherstapel und rechts eine alte Fotokamera. (Unsplash / Dominik Scythe / All Bong / Hai Phung)

Kann Kunst helfen, besser durch diese außergewöhnliche Coronazeit zu kommen? In der Reihe „Kunst im Augenblick“ erzählen Kritikerinnen und Kritiker, in welchem Kunstwerk, Buch, Theater- oder Musikstück sie eine neue Perspektive auf heute sehen.

Briefkultur Was Briefe auch heute noch so besonders macht

Ein Briefumschlag mit rotem Siegel und einem Stempel daneben. (Unsplash / SAMUEL)

Die große Zeit des Briefes begann mit dem Aufstieg der bürgerlichen Kultur. Gerade Frauen fanden über sie den Weg zu literarischer Produktion, sagt die Germanistin Jana Kittelmann - und E-Mail und Chats machten Briefe längst nicht überflüssig.

Kulturmanager zu Coronashutdown "Mittelgroße Kulturhäuser werden sich kaum erholen"

Ulrich Eckhardt, ehemaliger Intendant der Berliner Festspiele (picture alliance / Thilo Rückeis / Tagesspiegel)

Durch die Maßnahmen in der Coronakrise befürchtet der ehemalige Intendant der Berliner Festspiele, Ulrich Eckhardt, große Schäden für die Kulturlandschaft und die Gesellschaft. Dabei seien diese Institutionen gerade in einer solchen Situation essenziell.

Politik & Zeitgeschehen

Sozialpsychologe Welzer zur Corona-Exitdebatte "Das ist gute alte obrigkeitsstaatliche Haltung"

Eine russische Karikatur aus dem ersten Weltkrieg. Abgebildet ein beleibter Deutscher mit Pickelhaube. (picture alliance / akg)

Anderswo werden bereits Lockerungen der Alltagsbeschränkungen angekündigt. In Deutschland verweigert die Regierung sogar den Exit-Diskurs. Damit die Menschen nicht übermütig werden, vermutet Harald Welzer. Doch die seien in der Krise erstaunlich rational.

Sozialarbeiter über Obdachlose und Corona Wer auf der Straße lebt, ist doppelt gefährdet

Porträt von Andreas Klein (Clara Wollenweber)

Den ganzen Tag in der Wohnung - manchen fällt da die Decke auf den Kopf. Andere hingegen wünschen sich nichts sehnlicher als einen sicheren Ort. Notunterkünfte für Obdachlose bieten Hilfe. Doch in der Pandemie tragen auch sie besondere Risiken.

Türkische Gefängnisse Keine Coronaamnestie für Regimekritiker

70 Kilometer außerhalb von Istanbul liegen das Gefängnis und Gericht von Silivri. Das Gebäude ist hinter einem Sicherheitszaun zu sehen. (imago / Le Pictorium / Stefanie Mizara)

Die türkische Regierung will wegen der Coronapandemie zehntausende Häftlinge vorsichtshalber aus den Gefängnissen entlassen. Nur regimekritische Journalisten und andere Intellektuelle nicht. Viele von ihnen fürchten jetzt um ihr Leben. Mehr

Literatur

"1000 Serpentinen Angst" von Olivia Wenzel Lesekreis - zweite Runde

Porträt der Autorin Olivia Wenzel. (imago images / tagesspiegel / Doris Spiekermann-Klaas)

Eine junge schwarze Deutsche auf der Suche nach der eigenen Geschichte: In unserem Lesekreis diskutieren wir mit Ihnen über Olivia Wenzels Debütroman „1000 Serpentinen Angst“. Die zweite Runde beginnt mit einem Blick ins Familienalbum.

Charlotte Roche, Martin Keß-Roche: "Paardiologie" Lesen oder lieber doch hören?

Das Buchcover von Charlotte Roche und Martin Keß-Roche "Paardiologie" vor Deutschlandfunk Kultur Hintergrund.. (Piper / Deutschlandradio)

Ein sehr publikumswirksamer Podcast: Drei Monate lang reden Charlotte Roche und ihr Ehemann Martin Keß-Roche über ihre Beziehung. Jetzt gibt es das Buch dazu - für alle, die „Paardiologie“ noch nicht gehört haben.

Übersetzerpreis für Hans-Christian Oeser An den Grenzen der deutschen Sprache

Der Übersetzer Hans-Christian Oeser. (dpa / picture alliance /Tom Schulze)

Hans-Christian Oeser ist mit dem bedeutendsten Preis der Branche, dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW, ausgezeichnet worden. Er vermutet, die Jury habe seine Dialekt-Erfindung bei der Übertragung des Originals honoriert.

Musik

Zum 100. Geburtstag von Ravi Shankar Der Sitar-Virtuose

Der indische Musiker Ravi Shankar bei einem Konzert im Barbican Centre in London  (dpa / picture alliance / Photoshot)

Ragas, Filmmusik, Jazz, Klassik, Pop: Ravi Shankar hat wie kein anderer indische Musik in die Welt getragen - quer durch alle Genres. In den 60er-Jahren löste der Musiker geradezu eine Sitar-Explosion aus. Am 7. April 1920 wurde er geboren.

Musik in der Pandemie Geisterkonzerte als kreatives Experiment

Ein Mann spielt hinter einem Fenster Geige. (Unsplash / This Guy)

Wie verändert Corona unser Verhältnis zur Musik? Deutschlandfunk Kultur muss als Konzertveranstalter neue Wege gehen, erzählt Holger Hettinger, Leiter der Abteilung Musik - und rät dazu, in der vielen Zeit zu Hause, selbst ein Instrument zu lernen.

Paula Irmschlers Poproman "Superbusen" Chemnitz als Sehnsuchtsort

Buchcover: "Paula Irmschler: "Superbusen" (Ullstein)

Naziaufmärsche, rechte Gewalt, Fremdenhass: Das Image von Chemnitz in den Medien ist oft düster. Nun zeichnet Paula Irmschler in "Superbusen" ein anderes Bild der Stadt - mit Gisela als Hauptfigur, die dort studiert und eine Band gründet.

Wissenschaft

Corona bei Haustieren Müssen auch Hund und Katze bald zum Test?

Eine Züchterin schmust mit ihrer Britisch-Kurzhaar-Katze  (picture alliance / dpa / ZB / Patrick Pleul)

In New York ist ein Tiger im Zoo positiv auf Corona getestet worden. Müssen Tierhalter sich jetzt auch Sorgen um Hund und Katze machen - und gar auf Abstand gehen? Dem Tiermediziner Klaus Osterrieder zufolge besteht kein Grund zur Panik.

Philosoph Björn Vedder "Von der Mutter lernen wir zu leben, vom Vater zu sterben"

Ein Vater schaut mit seinem Sohn auf dem Rücken nachdenklich aus dem Fenster. (Getty Images / Westend61)

Haushaltsvorstand, bester Kumpel oder bloß "Erzeuger"? Die Rolle des Vaters ist fragwürdig geworden. Es wird Zeit, dass wir sie neu definieren, meint der Philosoph Björn Vedder. Denn auf Väter warten wichtige Aufgaben.

Tracking-Apps Das Smartphone als Mini-Panoptikum

Eine Junge Frau schaut auf ihr Handy mit den Augen eines Grafitti im Hintergrund. (imago-images / Emmanuele Contini)

Die Coronakrise scheint die Akzeptanz von Überwachungsmaßnahmen zu erhöhen. Woran liegt das? Der Kultur- und Wirtschaftswissenschaftler Felix Maschewski beobachtet, wie schnell Menschen sich zu "Kollegen der Erkennungsdienste" machen.

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