Brasilien und Corona Atemnot am Amazonas

Zwei Mitarbeiter eines öffentlichen Bestattungsunternehmens tagen, mit weissen Schutzanzügen bekleidet, einen Sarg aus einem Haus heraus.  (picture alliance / AP Photo / Edmar Barros)

Covid-19 hat das Amazonas-Gebiet zum zweiten Mal mit voller Wucht getroffen. Im Januar erstickten dort Menschen aus Sauerstoffmangel. Die Krankenhäuser sind völlig überlastet. Präsident Bolsonaro erklärt sich für nicht zuständig. Mehr

Zukunftsforscher Horst Opaschowski Der Vorhersager vom Dienst 

Porträt des Zukunftsforschers Horst W. Opaschowski. (Benjamin Roeber )

Zeit wird so wertvoll wie Geld: Das ist die Prognose von Horst Opaschowski für die Welt nach Corona. Über 50 Bücher hat der Zukunftsforscher veröffentlicht. Auch mit 80 Jahren blickt er noch in die Vergangenheit, um herauszufinden, was morgen sein wird.

Blasphemie Die Macht der Schmähung

Dicht gedrängt stehen Menschen in Pakistan bei einer Straßendemonstration. In der ersten Reihe schlagen Flammen hoch, weil die Protestierenden Plakate verbrennen. (imago images / Pacific Press Agency / Rana Sajid Hussain)

Das Phänomen Blasphemie ist auch im 21. Jahrhundert noch immer "überraschend lebendig", sagt der Historiker Gerd Schwerhoff. Das gelte nicht nur für den Islam, auch in der christlichen Kultur habe Gotteslästerung nach wie vor "Aufregerpotenzial".

Spotify-Podcast „Renegades“ Next Level Promigelaber mit Obama und Springsteen

Bruce Springsteen und Barack Obama lachen sich an. (Rob DeMartin / Spotify)

Wie ein Plausch zwischen zwei alten Freunden soll der neue Podcast von Barack Obama und Bruce Springsteen wirken. Für den Journalisten Arno Frank ist er Teil eines Heilungsprogramms für die USA und könnte den Podcast-Boom weiter anheizen.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Kultur

Koloniale Raubkunst "Beweislastumkehr ist notwendig"

Der Historiker Jürgen Zimmerer steht hinter einem Rednerpult und hält eine Ansprache. (imago images / Chris Emil Janßen)

In deutschen Museen befinden sich viele Objekte, die in kolonialen Kontexten geraubt wurden. Um darüber aufzuklären, wurde nun ein Leitfaden veröffentlicht. Die Politik müsse handeln, unterstreicht der Historiker Jürgen Zimmerer.

Theaterprojekt von Can Dündar Zwischen Kunst und Aktionismus

Installation einer transparenten, freistehenden, leeren Zelle auf dem Gelände des Maxim Gorki Theaters. (© Lutz Knospe)

In "Stronger still" des Berliner Maxim-Gorki-Theaters geht es um die Unterdrückung von Künstlern und Journalisten in der Türkei. Kuratiert wurde das Projekt von dem im Exil lebenden Journalisten Can Dündar, der selbst drei Monate in Haft saß.

Freie Theaterszene in der Pandemie Im Förder-Irrgarten

Julischka Eichel steht mit einem anklagenden Ausdruck und erhobenem Arm auf der Bühne. (picture alliance / dpa / Sebastian Schachel)

Keine Drehs, kein Theater, kein Geld: Die Coronabeschränkungen treffen Freie im Theater besonders hart. Notprogramme der Politik sollen sie finanziell stützen. Eigentlich. Aber die Hilfen haben Lücken, sagt Schauspielerin Julischka Eichel.

Politik & Zeitgeschehen

Äußerung von Jella Haase zur RAF "Ein bisschen unglücklich formuliert"

Die Schauspielerin Jella Haase bei der Premiere des Kinofilms "Bis wir tot sind oder frei" im September 2020 in Hamburg. (imago images / Andre Lenthe)

Die taz-Journalistin Ebru Taşdemir versteht die Aufregung über die angeblichen RAF-Sympathien von Jella Haase nicht. Die Schauspielerin habe nur die Notwendigkeit von Kapitalismuskritik zum Ausdruck gebracht. Das werde für die junge Generation wieder wichtig.

Waldschäden nach langer Dürrephase "Der Wald ist für uns alle existenziell"

Abgestorbene Bäume im Harz.  (imago-images / Martin Wagner)

Wenn es mit den Waldschäden so weitergeht, wird der Klimawandel noch dramatischer werden, warnt der Öko-Landwirt Hans-Georg von der Marwitz. Es müssten neue Baumsorten gepflanzt werden - mit finanzieller Hilfe durch die Politik.

Exporte aus Äthiopien Gerösteter Kaffee als Wirtschaftsmotor

In Addis Abeba in Äthiopien wird Kaffee geröstet. (imago images/agefotostock/Edwin Remsberg)

Äthiopien ist das Ursprungsland des Kaffees. Von hier werden Arabica-Bohnen in die ganze Welt exportiert. Trotz der langen Tradition im Rösten werden aber vor allem die rohen Bohnen ausgeführt. Das soll sich nun ändern.

Literatur

Zum Tod von Lawrence Ferlinghetti Die Stimme der Beat-Generation

Lawrence Ferlinghetti mit Hut, auf der Dachterasse des "La Samaritaine" in Paris. 1980. (akg-images / Marion Kalter)

Als Verleger und Buchhändler hat er Allen Ginsberg und die Autoren der Beat-Generation bekannt gemacht. Nun ist Lawrence Ferlinghetti im Alter von 101 Jahren gestorben. Mehr

Barockdichterin Sibylla Schwarz Die pommersche Sappho

Buchcover "Ich fliege Himmel an mit ungezähmten Pferden" von Sibylla Schwarz (Deutschlandradio / Secession Verlag)

Vor 400 Jahren wurde Sibylla Schwarz geboren. Sie wurde nur 17 Jahre alt, hinterließ aber über 100 Dichtungen. Damit diese Dichterin gebührend wiederentdeckt wird, erscheint jetzt im Secession Verlag eine Sammlung ausgewählter Werke.

Unabhängige Verlage in der Pandemie Angst um die literarische Vielfalt

Ein Schild mit einem Hinweis auf die Abstandsregeln steht vor einer Buchhandlung in Hamburg. (picture alliance / dpa / Daniel Reinhardt)

In den Ländern gelten unterschiedliche Corona-Einschränkungen für Buchläden. Dies treffe vor allem unabhängige Buchhandlungen und Verlage hart, sagt der Verleger Jörg Sundermeier. Er befürchtet, dass die literarische Vielfalt verloren geht.

Musik

Hyperpop-Vorreiter Danny L Harle Klingt wie aus den 90ern, ist aber der Sound der Zukunft

Danny L Harle hinter einem DJ-Pult (imago images / Alessandro Bosio / Pacific Press Agency )

Hyperpop nimmt sich schnelle Beats, Gesangsfetzen und Bausteine aus Genres, die andere gern vergessen würden. Dazu gehören Eurodance und Happy Hardcore. Heraus kommt dabei der Sound für die Generation Reddit.

Lobet ihn mit Psalter und Harfen Die Harfe in deutschen Hofkapellen

Auf einem Holzschnitt von Jost Ammann (1535 1591) spielen drei schick gekleidete Männer Eine Laute, eine Art Trompete und eine Harfe. (IMAGO / United Archives International)

Harfenklänge bei Bach? Richtig. Und auch Telemann wie Schütz bedachten das Instrument in ihren Werken. Schließlich wurden an den deutschen Höfen Harfenisten schon seit dem 15. Jahrhundert beschäftigt, die einfache bis hochkomplizierte Instrumente besaßen.

RAI-Sinfonieorchester Michelangelos letzte Lieder

Die Sopranistin Asmik Grigorian (Algirdas Bakas/EBU/RAI)

Asmik Grigorian sang Richard Strauss' Vier Letzte Lieder in Turin, Matthias Goerne ließ Michelangelos Gedichte erklingen. Gergely Madaras leitete das Nationale Sinfonieorchester der RAI in einem Spätromanik-Programm mit Musik von Wolf, Strauss und Fauré.

Wissenschaft

Haustiere in der Coronakrise Hund und Katze als Bedürfnisstiller

Eine Katze sitzt auf dem Rücken eines jungen Mannes, der im Freien spazieren geht. (picture alliance / Zoonar / Yelizaveta Tomashevska)

Ihren Wunsch nach Nähe stillen viele Menschen im Lockdown, indem sie sich ein Haustier anschaffen. Missbräuchlich findet der Literaturwissenschaftler Roland Borgards dies nicht - sofern Fürsorge und verantwortlicher Umgang gewährleistet sind. Mehr

Verhaltensforschung in der Ökonomie Die Grenzen der Vernunft

Nahaufnahme von pinken Zahnrädern, vor einer orangenen Fläche. (picture alliance / Bildagentur-online / Tetra)

Über Jahrzehnte haben Forscher wie die Nobelpreisträger Daniel Kahneman und Reinhard Selten über rationales und irrationales Verhalten in der Wirtschaft geforscht. Neue Ansätze könnten gerade in der heutigen Zeit hilfreich sein. Mehr

Neurowissenschaftlerin Franca Parianen "Das Teilen hat uns mal groß gemacht"

Zwei Frauen an einem Hauseingang stehen sich gegenüber und schauen zusammen auf den Inhalt ihrer Tüten. (unsplash / Beth Macdonald)

In der Evolution war das Teilen extrem nützlich. Die Idee des Eigentums existiere in der Menschheitsgeschichte noch gar nicht so lang, sagt die Neurowissenschaftlerin Franca Parianen. Doch wir hätten verlernt, gemeinsame Gewinne zu sehen.

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