Sexueller Missbrauch in der Literatur Schreiben gegen das Schweigen

Die drei Köpfe der Schriftsteller sind nebeneinander montiert, alle tragen eine Brille. (picture alliance / Steffen Schmidt / Robert Newald / Anke Waelischmiller/Sven Simon)

Josef Haslinger, Christian Kracht und Bodo Kirchhoff - drei prominente Schriftsteller, die - zum Teil in ihren Arbeiten - thematisieren, dass sie sexuell missbraucht wurden. In "Dämmer und Aufruhr" erzählt Kirchhoff die Ereignisse eindrücklich.

Forschung zu Rechtsextremismus Wie man eine Rassismus-Studie zur Polizei erstellt

Angehende Streifenpolizisten notieren sich in einer Polizeischule etwas auf einem Notizmäppchen.  (picture alliance / dpa / Lino Mirgeler)

Hat die deutsche Polizei ein Rassismusproblem? Um das herauszufinden, wäre es notwendig, dazu zu forschen. Doch Innenminister Horst Seehofer will das nicht. Hans-Gerd Jaschke erklärt trotzdem, wie so eine Untersuchung aussehen würde.

Wenn Träume Systeme sprengen Der Weg des Zauberers

Illustration eines Zauberers, der bunte Tücher aus einem Hut zieht. (Getty Images / Vetta /  CSA Images)

Vom ehrgeizigen Studenten zum Zauberkünstler: Christian Perleth macht einen radikalen Schnitt. Lieblingsgast Katja Nothnagel tauscht ihr Leben als Weltenbummlerin gegen ein Familienleben. Und Soziologin Julia Hahmann verrät, wie man Trauernden hilft.

Roman Ehrlich über "Malé" Wie leben im Angesicht der Zerstörung?

Ein mit Müll voll beladerner Kran. (imago images / imagebroker)

Nachdem Touristen die Schönheit der Malediven zerstört haben, steigt dort das Wasser. Ebenso wächst die Zahl der Aussteiger, die sich in verlassenen Ruinen der Hauptstadt ansiedeln. Roman Ehrlich erschafft in "Malé" einen "Anti-Ort" als Sehnsuchtsort.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Kultur

Radiowalk um das Humboldt-Forum Nicht alles, was rein soll, gehört auch hinein

Fassade des Berliner Stadtschlosses mit den Skulpturen der Schlossbrücke, rechts und links im Bild. (imago images / Travel-Stock-Image)

Bislang gibt es im Humboldt-Forum noch nichts zu sehen, dafür aber viel zu hören. Lorenz Rollhäuser hat einen Radiowalk zu Dekolonisierung, Raubkunst und Restitution rund um das nachgebaute Berliner Stadtschloss geschaffen.

Ausstellung im Haus der Kunst in München Kunst, die direkt aus der Seele kommt

euward 2010 Installationsansicht im Haus der Kunst, München (© Euward Archiv, Atelier Augustinum)

Im Haus der Kunst in München ist jetzt eine Ausstellung von Künstlerinnen und Künstlern mit kognitiver Beeinträchtigung zu sehen. Der Kunstpädagoge Klaus Mecherlein spricht von einer großen Direktheit, die die Werke auszeichnet.

Robert Capas Fotografien zu Rosch Haschana Das erste jüdische Neujahr nach dem Krieg

Rober Capa beim Treffen der Magnum Agentur in Paris, 1947.  (Getty Images / Hulton Archive / Ernst Haas)

Robert Capa ist für sein ikonografisches Foto aus dem Spanischen Bürgerkrieg bekannt. Doch wenige wissen, dass er in Berlin 1945 des erste jüdische Neujahrsfest nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes und der Schoah mit der Kamera einfing.

Politik & Zeitgeschehen

Krankenhauszukunftsgesetz Kliniken sollen digitalisiert werden

Eine Mitarbeiterin geht im "OncoRay - Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie" in Dresden (Sachsen) in einen Fahrstuhl der Einrichtung. OncoRay wurde im Jahr 2004 als ein "Zentrum für Innovationskompetenz" gegründet. Ziel ist es, die Behandlung von Krebserkrankungen durch eine biologisch individualisierte, technologisch optimale Strahlentherapie entscheidend zu verbessern.  (picture alliance / dpa-Zentralbild / Jens Kalaene)

Die deutschen Klinken sollen digitaler werden. Dafür beschloss der Bundestag das Krankenhauszukunftsgesetz. Für den Arzt Josef Düllings ist das ein richtiger Schritt. Denn es gebe viel zu tun, vor allem bei der Digitalisierung.

Bundesliga mit Zuschauern Endlich wieder echter Fußball

Jubelnde FC Fans mit Mundschutz, auf einer halb leeren Zuschauertribüne in Köln. (imago images / Sven Simon)

Der Leiter des Literaturhauses in Hamburg, Rainer Moritz, freut sich wie Bolle: Es gibt wieder Fußballspiele mit Zuschauern. Der Zeit, in der vor leeren Rängen gekickt wurde, kann der Fan des TSV 1860 München dennoch etwas abgewinnen.

Literatur

Gespräche mit Wilhelm Genazino Lachen zwischen Melancholie und Komik

Wilhelm Genazino vor einem Bücherregal am Schreibtisch sitzend. (laif /  Isolde Ohlbaum)

Der 2018 verstorbene Wilhelm Genazino war nicht nur ein großer Schriftsteller, er war auch ein hinreißender Erzähler. Zwei neue Gesprächsbände lassen ihn wieder leibhaftig erscheinen: mit seinen unverwechselbaren Reflexionen und überraschenden Volten. Mehr

Benjamin Moser: "Sontag. Die Biografie" Eine psychoanalytische Annäherung an Susan Sontag

Zu sehen ist das Cover des Buches "Sontag. Eine Biografie" von Benjamin Moser. (Penguin Verlag / Deutschlandradio)

Die Schriftstellerin, Kritikerin und Filmemacherin Susan Sontag war ein Star. In ihren Essays und Romanen wollte sie das ultimative Urteil über ihre Zeit sprechen. Benjamin Moser will in seiner monumentalen Biografie nun das Geheimnis ihres Ruhms ergründen.

Steph Cha: "Brandsätze" Die Stadt der Unruhen

Zu sehen ist der Titel des Kriminalromans "Brandsätze" von Steph Cha.  (Ars Vivendi / Deutschlandradio)

Eine koreanische und eine schwarze Familie geraten in Los Angeles in einen Strudel aus Rassismus und Gewalt. "Brandsätze" von Steph Cha ist vor dem Hintergrund der aktuellen Proteste ein brisanter und hochaktueller Kriminalroman aus den USA.  Mehr

Musik

Der Briefwechsel zwischen Paul Hindemith und dem Schott-Verlag "Mein Ehrgeiz, mich gedruckt zu sehen, ist nicht so groß"

Der deutsche Komponist und Dirigent Paul Hindemith bei einer Orchesterprobe, bei der er mit einem Flötisten in Blickkontakt steht. (picture-alliance / Arnold O. Schnittger)

Rund 2.800 Schriftstücke umfasst der Briefwechsel zwischen dem Komponistenehepaar Gertrud und Paul Hindemith und den Inhabern Ludwig und Willy Strecker vom Verlagshaus B. Schott’s Söhne in Mainz. Fast 50 Jahre schreiben sie sich, von 1919 bis 1967.

Rufus Wainwright in Hamburg Best-of-Show in sehr lockerer Atmosphäre

Der Musiker Rufus Wainwright posiert für ein Porträt  im Freien. (Getty Images / The Washington Post / Emily Berl )

Zwei kleine Konzerte gab Rufus Wainwright auf Kampnagel in Hamburg. Sehr kleine Auftritte, wobei Musik wie Publikum aus Hygienegründen deutlich abgespeckt waren. Doch es wurde ein heiterer Abend, wie Christoph Reimann meint.

Vor 50 Jahren starb Jimi Hendrix Der rastlose Gitarrengott

Der amerikanische Gitarrist Jimi Hendrix tritt am letzten Tag (06.09.1970) des dreitägigen Pop-Festival "Love and Peace" auf der Ostseeinsel Fehmarn auf. Es war sein letzter Konzert-Auftritt. Hendrix starb am 18.09.1970 in London im Alter von 27 Jahren. (dpa)

Als Jimi Hendrix Mitte 1966 aus den USA nach London kam, eroberte er die britische Bluesszene im Sturm. Seine Art Gitarre zu spielen war atemberaubend und unverwechselbar. In seinem kurzen Leben schuf er Meisterwerke der Rockmusik. Zur Legende machte ihn auch sein tragischer Tod.

Wissenschaft

Entzündliche Darmerkrankungen Vorsicht mit Breitbandantibiotika

Ein plastisches Modell des Darms liegt in den Händen einer liegenden menschlichen Figur aus Holz, drumherum sind Tabletten verteilt. (Getty Images /  iStock  /  Andrii Zastrozhnov)

Antibiotika retten Menschenleben. Jetzt verdichten sich aber die Hinweise darauf, dass Antibiotika sich äußerst negativ auf die Darmflora auswirken. Und im schlimmsten Fall eine entzündliche Darmerkrankung auslösen können.

Faszination Alge Sauerstoff und Mythen aus dem Unterwasserwald

Mikroskopische Ansicht einer Alge. (imago images/blickwinkel/F. Foxx )

Wer sich mit Algen beschäftigt, trifft schnell auf Unerwartetes. Es gibt sie von winzig klein bis riesig groß, ihr Farbspektrum reicht von irisierendem Blau unter Wasser bis zu schlappem Braun an Land – und man kann sie sogar hören.

Geschichte des Wartesaals Lange Weile

Auswanderer in Ballinstadt in Hamburg warten an einem Schalter. (picture alliance/dpa/imageBROKER/White Star/Monica Gumm)

Wer mit der Bahn oder dem Schiff fährt, der muss auch das Warten in Kauf nehmen. Aber während vor 100 Jahren noch riesige Wartesäle im Stile von Tempeln den Reisenden Zeit zur Einkehr boten, darf er heute nur zwischen Lounges oder Shoppingmalls wählen.

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