Fünf Stunden Arbeit pro Tag Das reicht!

Ein Schild mit der Aufschrift "Sorry, we're closed" hängt an einer Ladentür. (Eyeem / Chokniti Khongchum)

Der Bielefelder IT-Unternehmer Lasse Rheingans hat für seine Mitarbeiter die 25-Stunden-Woche eingeführt. Täglich fünf Stunden arbeiten, um 13 Uhr nach Hause, bei vollem Lohnausgleich. Warum das funktioniert, erklärt Rheingans im Interview.

30 Jahre Wende 1989 hätte unser 1968 sein können

Demonstration für freie Wahlen vor dem Palast der Republik in Ost-Berlin am 4.11.1989.  (imago / Sven Simon)

Nur einen kurzen Moment der Geschichte war die DDR mündig: als im Sommer und Herbst 1989 Hunderttausende für Freiheit und Demokratie auf die Straße gingen. Es hätte unser 68 werden können, meint der Schriftsteller Martin Ahrends. Doch dann kam der Mauerfall.

David Wagner: "Der vergessliche Riese" Erinnerungsreisen mit dem dementen Vater

Die Krankheit Demenz bestimmt in diesem Buch die Erzählweise: David Wagner ist ein besonderer Text gelungen. (Rowohlt / Deutschlandradio)

David Wagner hat ein Buch über seinen dementen Vater geschrieben. "Der vergessliche Riese" besteht fast nur aus Dialogen, die Wagner hervorragend gelungen sind. Der Vater verliert am Ende alles - aber nicht seinen Charme. Mehr

Edward Snowdens Autobiografie Ein Aufklärer im besten Sinne

Der Whistleblower Edward Snowden (S. Fischer Verlage)

Seit sechs Jahren lebt der Whistleblower Edward Snowden im Exil. Seine Autobiografie "Permanent Record" erscheint am Dienstag, dem 17. September, in Deutschland. Stefan Koldehoff konnte exklusiv mit Snowden sprechen und hat auch das Buch schon gelesen.

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Kultur

Selbstbildnisse von Paula Modersohn-Becker Formal und inhaltlich eine Erneuerin

Im Selbstporträt von Paula Modersohn-Becker steht die Künstlerin mit nacktem Oberkörper und hält ihren Bauch. (Museen Böttcherstraße)

Paula Modersohn-Becker war eine Pionierin der Moderne und schuf mehr als 60 Selbstporträts. In der ersten reinen Selbstbildnis-Ausstellung zeigen die Bremer Museen Böttcherstraße nun mehr als 50 davon - darunter Werke, die noch nie zu sehen waren.

Aus den Feuilletons Todesstrafe für Wucherpreise

Statuen aus Porphyr zeigen die römischen Tetrarchen Diokletian, Maximian, Constantius und Galerius, die sich umarmen. (imagebroker / imago-images)

"Die Welt" meint, dass der Mietpreisdeckel schon im alten Rom nicht funktioniert habe. Ein Gesetz habe für Waren und Dienstleistungen Maximalpreise festgesetzt und sogar mit der Todesstrafe gedroht, sei aber an der "Macht des Faktischen" gescheitert. Mehr

Berlin Art Week Vom Versuch, Kunst zu kaufen

Die Ausstellung "Bettina Pousttchi. In Recent Years" in der Berlinischen Galerie, die im Rahmen der Berlin Art Week eröffnet wurde. Zu sehen sind verschiedene Darstellungen von Uhren in schwarzweiß. (imago images/snapshot-photography/F.Boillot)

Die „Art Week“ in Berlin ist ein Event. Zwei Kunstmessen und Galerieöffnungszeiten bis in die späten Abendstunden. Thorsten Jantschek macht sich auf die Suche nach einem Kunstwerk, das an eine ganz bestimmte Wand in seinem Büro passen soll.

Politik & Zeitgeschehen

Sachsen-Anhalt Der lange Schatten der Treuhand

Morgendaemmerung hinter dem Braunkohlen-Kombinat. (dpa/ ZB/ Paul Glaser)

"Wie eine Massenhinrichtung": So empfanden manche in Sachsen-Anhalt den wirtschaftlichen Kahlschlag durch die Treuhand, der tausende den Job kostete. Nachwirkungen sind bis heute zu spüren - nicht nur schlechte. Aber mit dem Kohleausstieg droht neues Ungemach.

Moral und Empfindlichkeit Sind wir zu sensibel für die Demokratie?

(© Johanna Rübel)

Der Ton ist rau geworden. Kippt unsere Debattenkultur, oder sind wir inzwischen einfach zu empfindlich für einen produktiven Streit? Svenja Flaßpöhler und Nils Markwardt vom „Philosophie Magazin“ fragen nach dem Wert der Sensibilität.

Chinas Muslime und Christen im Untergrund Lagerhaft fürs Beten

Durch eine mit Bambusblättern und Pandabären bemalte Fensterscheibe sieht man verschwommen die Umrisse eines beichtenden Katholiken. (Getty Images / China Photos / Freier Fotograf)

Islam und Christentum sind in China offiziell erlaubt. Doch der Alltag sieht anders aus: Pfarrer werden verhaftet, muslimischen Uiguren soll der Glaube in Umerziehungslagern ausgetrieben werden. Aber Chinas Religionspolitik ist nicht einheitlich. Mehr

Literatur

Gesellschaft im Wandel Vom Verstehen und Überwinden des Rassismus

Eine Frau und ein Mann halten sich an den Händen.  (Unsplash/Aarón Blanco Tejedo)

Wo fängt Rassismus an und wo hört er noch lange nicht auf? Die Autorinnen Alice Hasters und Charlotte Wiedemann sprechen mit dem Journalisten Jens Dirksen über Rassismus, deutsche Kolonialgeschichte und eine gleichberechtigte Zukunft.

Nora Bossong: "Schutzzone" Diplomatie zwischen Whisky, Pool und Zynismus

"Schutzzone" von Nora Bossong (Suhrkamp Verlag)

Burundi, New York, Genf – die Diplomatin Mira führt ein Leben fernab von Einheimischen, aber dicht dran an den Machtzentren. In "Schutzzone" hinterfragt Nora Bossong, was die UN bei den weltweiten Konflikten überhaupt leisten kann.

Johann Karl Wezel Ich will ins Freie!

Kupferstich eines Paares, das sich in den Armen liegt.  (Aus "Herrmann und Ulrike", erschienen in der Anderen Bibliothek)

Wiederentdeckt wird er seit 200 Jahren: Johann Karl Wezel (1747-1819) ist der wohl prominenteste Wiedergänger der klassischen Literatur. Der Ungebärdige hatte mit Goethe und Schiller wenig am Hut und überwarf sich mit Wieland.

Musik

2721. Ausgabe: Rätseln Sie mit! Wo kommt der denn her?

Ein majestätischer Elefantenbulle im Abendlicht in der afrikanischen Savanne. Im Hintergrund ist noch ein zweiter Elefant und in der Ferne eine Hügelkette zu sehen. (unsplash / Iswanto Arif)

Am 15. September 1885 starb der berühmte Elefantenbulle Jumbo während des Verladens bei einem Zusammenstoß mit einer Lokomotive. Der Schausteller P.T. Barnum hatte ihn in der ganzen Welt herumgezeigt. Das Rätsel ist dieses Mal daher den Elefanten gewidmet.

Komponistinnen in der klassischen Musik Zu wenig gespielt, zu wenig gewürdigt

Gemälde von Barbara Strozzi, die italienische Sängerin und Komponistin um 1640 (picture alliance/dpa/akg-images)

Musik von Frauen wird noch immer wenig von den großen Orchestern gespielt. Dabei gab und gibt es hervorragende Komponistinnen, sagt die Musikwissenschaftlerin Mary Ellen Kitchens.

Eine Lange Nacht über Robert Schumann "Es treibt mich ein dunkles Sehnen"

Clara Schumann, geborene Wieck, mit ihrem Mann, dem Komponisten Robert Schumann auf einer zeitgenössischen Darstellung am Klavier sitzend. (picture alliance / dpa / Ullstein)

Robert Schumann war eine musikalisch-literarische Doppelbegabung, ein "Eingeborener in beiden Ländern", wie Franz Liszt es formuliert hat. Eine Zeit lang war er auch wie besessen, um Klaviervirtuose zu werden, bis ein Handleiden dazwischen kam.

Wissenschaft

Geschichte der Sozialgymnastik Mit Bewegungsfreude Leib und Seele stärken

Frauen bei der Gymnastik am Stand von Warnemünde, 1929 (Bode Bund/Ulrich Bode)

Die Sozialgymnastik der 1920er-Jahre verstand sich als ganzheitliches Gesundheitskonzept. Durch Bewegung im Freien sollte der Körper, aber auch die Seele gestärkt werden. Profitieren sollten zunächst Industriearbeiter und Bauernkinder.

Grüner Energieträger Klimafreundlicher Wasserstoff dank Windkraft?

Blick auf den Offshore-Windpark von Neeltje Jans im Morgennebel. (imago / Blickwinkel / W.Pattyn)

Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft: Er ist leicht, lässt sich gut speichern und hinterlässt als Verbrennungsrückstand nur Wasser. Der Haken: Wasserstoff ließ sich bisher nicht klimaneutral herstellen. Doch jetzt gibt es neue Ansätze.

Umstrittene IGeL-Leistungen Darf's ein bisschen mehr sein?

Zwei Ärzte beugen sich unter typischen Op-Strahlern über den möglichen Patienten. (imago/ Panthermedia)

Ultraschall der Eierstöcke, PSA-Test, Hyaluronsäure fürs Knie: Solche "individuellen Gesundheitsleistungen" (IGeL) müssen Patienten selbst bezahlen. Für die Ärzte ein Milliardengeschäft - nicht unbedingt zum Wohl des Patienten.

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